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28.08.11 Viel Wind an der S2-Challenge

13. Schlussrang an einer windigen S2-Challenge

Nach der Weltreise und dem Jobwechsel war die S2-Challenge mein 1. Wettkampf im 2011. Ich wusste also nicht genau, wo ich formmässig stehe und hatte mir vorgenommen, den Wettkampf einfach zu geniessen. 

Nach einigen Hitzetagen versprach der Wetterbericht für den Renntag eine Abkühlung auf angenehme 20°C. Am Morgen war es dann tatsächlich sehr kühl und die Strassen noch nass. Der 350m Schwimm-Sprint war noch nie mein Ding und auch heute war ich eigentlich nach 50m schon ausgepowert. Aber irgendwie kämpfte ich mich über die restlichen 300m. 

Die Inline-Etappe wurde zum 1. Mal als Massenstart gestartet und nicht wie bisher üblich als Jagdstart. Ich entschied mich für etwas weichere Räder, was sich auf der noch nassen Strasse sehr bewährte. Auf der Inline-Strecke fuhr ich mit dossiertem Aufwand und fand eine gute Gruppe.

Sobald ich aufs Rennrad wechselte, fühlte ich, dass meine Beine heute ganz gut drehten. Schon durch die Ey blies uns ein heftiger Gegenwind entgegen, doch ich wählte einen lockeren Gang und kam zügig voran. Ich überholte schon bis Emmenmatt einige Fahrer. Die Moosegg fuhr ich zügig aber mit hoher Kadenz, so dass ich nicht zu viel Kraft benötigte. Ich erreichte sie schon nach 19 Min. Offenbar waren meine Beine heute wirklich in sehr guter Verfassung. Hinter der Moosegg war es dann vorbei mit der Herrlichkeit: der Wind blies enorm stark und böenartig, so dass ich Mühe hatte, bis nach Arnisäge zu kommen. Hinzu kam noch eisiger Regen. Ich war froh, dass ich Arm- und Beinlinge trug, schon so war es kalt genug. Zum Glück hörte der Regen dann bald wieder auf, aber mit dem Wind musste ich heute leben. Praktisch auf der gesamten Strecke herrschte starker Gegenwind. Ich fand nie eine Gruppe, denn weder konnte ich zu vor mir liegenden Fahrern aufschliessen, noch kamen Fahrer von hinten, die mein Tempo fuhren. So war ich die gesamten 76 km alleine unterwegs. Das kostete sicher viel Kraft, aber ich wollte das Rennen ja geniessen und war nicht auf eine spezifische Rangierung aus. Trotz Wind und Wetter hatte ich Spass auf dem Rennrad und die Beine drehten ganz anständig. 

Die 18 km lange, coupierte Laufstrecke ging ich ebenfalls sehr locker an. Ich kam ganz gut auf Touren, obwohl sich im rechten Bein bei den Aufstiegen Krämpfe bemerkbar machten. In den Abwärtspartien lockerten sich diese aber wieder. Ich konnte sogar noch Single-Athleten überholen und wurde selber nicht überholt. So schlecht konnte es mir also nicht gehen und meine "Genuss-Einstellung" war offenbar gar nicht so falsch...

Auf die Bikestrecke freute ich mich sehr, denn diese wurde dieses Jahr neu gewählt. Im Vorfeld hatte ich sie abgefahren. Sie ist mit 44 km sehr lang und äusserst coupiert. Ich genoss die abschliessende Etappe und radelte teils auch recht gemütlich durch die Gegend. Unterwegs war ich fast immer alleine, nur selten wurde ich von Teams oder Couples überholt. Teilweise wähnte ich mich auf einer Trainingsfahrt und nicht im Wettkampf, da die Strecke so menschenleer zu scheinen schien. Die Krämpfe in den Beinen machten sich ab und zu wieder bemerkbar, aber das konnte mich nicht mehr aufhalten. Leider konnte ich auf dem Bike keine Plätze mehr gutmachen, wurde aber noch von 4 od. 5 Singles überholt.

Im Ziel traf ich schliesslich als 13. ein (Rangliste hier). Dieser Schlussrang hat mich sehr gefreut, denn bei dem starken Starterfeld und mit meiner "Genuss-Einstellung" hätte ich nicht mit dieser guten Platzierung gerechnet.  

 

Laufstrecke S2-Challenge 2011