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14.07.07 - Der Letzte Tag |
Was für ein super Tag! Richtig ausgeschlafen und bei schöner Morgenstimmung, hatte der Tag angefangen. Ich fühlte mich so wohl und freute mich auf die letzten Herausforderungen. - Schwimmen 2.5 km, Nyon : Rang 11, Zeit 56:06
Bei wunderschöner Morgenstimmung schwammen wir im 16°C warmen Genfersee. War richtig erholsam! - Rennvelo 80 km / 1100 Höhenmeter, Nyon - Châtel-St-Denis : Rang 14, Zeit 3:05:16
Die Strecke war hügelig, aber es gab keine ruppigen Steigungen. Hatte viel Kraft in den Beinen und konnte zügig fahren. Fand für einen Teil der Strecke Unterschlupf in einer sehr guten Gruppe. - Inline 22 km / 150 Höhenmeter, Châtel-St-Denis - Bulle : Rang 11, Zeit 1:01.37
Die schönste Inlinestrecke der ganzen Woche: Aufstiege, geile Abfahren und wunderschöne Strässchen machen diese Strecke zu einem Leckerbissen. Die Beine sind unglaublich gut, kann es fast nicht glauben! - Mountainbike 55 km / 1600 Höhenmeter, Bulle - Schwarzenburg : Rang 16, Zeit 3:48:39
Diese Strecke hat es in sich, denn es stehen nochmals 1600 Höhenmeter auf dem Programm. Die Sonne brennt, ich muss genug trinken. Die Ernährung haben wir sowieso seit meiner Aufgabe umgestellt. Ich trinke nur noch Wasser und esse herkömmliche Riegel und normale Nahrung. Keine Sportnahrung mehr, das verträgt mein Magen nicht mehr. Die Strecke führt wiederum durch wunderschöne Landschaft, der Aufstieg auf La Berra ist sehr hart und steil, aber ich komme stetig voran und das beste ist, dass ich merke, dass mir die Kraft nie auszugehen scheint. Unterwegs stösst TeleBärn dazu und filmt mich auf der Strecke. Schneller als gedacht, bin ich in Schwarzenburg, wo die Stimmung in der Wechselzone unglaublich ist. Beim Einlauf bekomme ich Hühnerhaut. Meine Betreuer kümmern sich sehr gut um mich, mir fehlts an nichts. Ich bin überzeugt, dass ich in meiner Verfassung nun auch noch einen tollen Lauf nach Bern hinlegen werde. - Laufen 28.5 km / 640 Höhenmeter, Schwarzenburg - Bern :Rang 13, Zeit 3:13:14
Daniel betreut mich auf dem Bike. Da es sehr heiss ist, ist es wichtig, dass wir sehr viel trinken. Ich achte auch darauf dauernd zu essen. Von Anfang an schlage ich einen zügigen Rhythmus an, den ich bis Bern locker durchlaufen kann. Meine 5 km-Abschnittszeiten sind immer etwa gleich, wie eine Maschine! Ich staune selber über mich. Habe keine Ahnung, woher meine tolle Verfassung kommt! Die Beine könnten heute ewig laufen und ich kann sogar die Steigungen rennen. Einfach genial!! So wird diese coupierte Laufstrecke zu einem Genuss für mich. Um 19:00 bin ich schon in Bern. Gemeinsam mit Daniel und meinem Vater laufe ich durch die Menschenmenge ins Ziel. Eine unglaubliche Stimmung, einfach fantastisch, den Einlauf hier erleben zu dürfen. Es wurde auch fotografiert - das sehen Sie hier demnächst! Nach den Anfangsschwierigkeiten, wurde der Gigathlon 2007 für mich mit einem Happy End gekrönt. Die letzten 3 Tage waren Genuss pur, nicht nur vom Wetter her. Ich bedanke mich jetzt schon herzlich bei meinen Betreuer, insbesondere meinem Vater und all den Sponsoren für die tolle Unterstützung. Danke. Ihr seid toll!
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13.07.07 - Der Sechste Tag |
Es geht immer besser Am Morgen aufzustehen und in den sternenklaren Himmel zu blicken, das tut gut! - Laufen 21 km / 1000 Höhenmeter, Leukerbad - Crans-Montana : Rang 5, Zeit 2:37:01
Ein Berglauf der Sonderklasse steht auf dem Programm. Steil gehts von Anfang an berghoch, teilweise über einen in den Fels gehauenen Weg. Ab Kilometer 7 konnte ich mit meinem Kollegen, Bidu, zusammen laufen. Der Weg führte auf ein Plateau, wo sich ein wunderschönes Panorama zeigte: alles so klar, jeder Berg, bis zum Matterhorn, im Detail ersichtlich! Bidu und ich laufen heute sehr schnell. Schon erstaunlich, was wir immer noch für gute Beine haben. Der Abstieg auf dem schmalen Bergweg ist sehr technisch, doch wir hüpfen locker runter, so dass wir schon nach 2:37h in der Wechselzone ankommen. Leider ist aber von meinen Betreuern noch niemand zugegen, so dass ich eine halbe Stunde in der Sonne warten muss. Die gute Laune wird dadurch ein bisschen getrübt. - Mountainbike 59 km / 1050 Höhenmeter, Crans-Montana - Martigny : Rang 24, Zeit 3:10:51
Die Strecke ist nicht allzu schwierig und führt durch die Walliser Rebberge. Leider ist die Strecke schlecht markiert, so dass man sich gut konzentrieren muss, damit man nicht falsch fährt. 1.5 Km vor dem Ziel habe ich nochmals einen platten Reifen zu beklagen, den ich aber nicht flicke, sondern bis ins Ziel renne. In der Wechselzone haben meine Betreuer sehr wenig Nahrung dabei. Das macht mich natürlich wütend, denn ich möchte essen und ja nicht wieder in ein Energiedefizit rein kommen. - Inline 30 km / 100 Höhenmeter, Martigny - Ollon/St. Triphon : Rang 11, Zeit 1:21:08
Die Beine sind immer noch bestens, nur sind die Strassen teilweise miserabel. Aber ich schaffe es problemlos bis nach Ollon, wo ich meinen Betreuern eine Standpauke halte, was die Ernährung anbetrifft. Ab nun an, habe ich in den Wechselzonen immer die Qual der Wahl punkto Ernährung. - Schwimmen 2.5 km, Ollon/St. Triphon : Rang 18, 1:03:58
Nach all den kalten Seen, war dieser kleine Baggersee fast zu warm. Nicht wirklich erholsam. - Rennvelo 116 km / 900 Höhenmeter, Ollon/St. Triphon - Nyon : Rang 13, 4:33:21
Bis an den Genfersee fand ich in einer Gruppe Unterschlupf. Auf der flachen Strecke fuhren wir sehr schnell. Am See entlang war ich meistens alleine unterwegs, da die Gruppen für mich als Single zu schnell fuhren. Hart wurde es im waadtländer Hinterland wo einerseits viele Aufstiege warteten und die Sonne unerbittlich brannte. Das war eine harte Fahrt, mental und physisch. Zum Glück waren die Beine noch immer recht gut, aber es zog sich in die Länge, besonders wenn ich alleine fahren musste. Mir geht es blendend: Die Beine fühlen sich immer noch gut; ich habe gut gegessen; hatte auch noch das Glück, einen super Masseur zu finden, der mich für einen nominalen Betrag richtig durchknetete. Morgen ist der letzte Tag und ich freue mich darauf. Die geplante Ankunft in Bern ist zwischen 19:30 und 21:00 Uhr. Hoffe viele von euch dort zu treffen. Also, bis dann!
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12.07.07 - Der Fünfte Tag |
"Läck, bisch Du geil druf" Es war der richtige Entscheid, heute wieder mitzumachen. Die Sonne scheint und ich bin extrem gut drauf. Offensichtlich hatte es sich herumgesprochen, dass ich ausgestiegen war. Jedenfalls hatten meine Mitstreiter Freude, mich wieder "on tour" zu sehen. Viele mussten aber inzwischen auch mit Magen-Darm-Problemen aufgegeben. An was es wohl liegt? - Schwimmen 2.5 km, Därligen - Neuhaus : Rang 18, Zeit 34:50
Schwimmen im Thunersee bei 14° - das war kalt! Die Strecke wurde deshalb auch auf 1.5 Km gekürzt. Für mich war es aber ein guter Einstieg. - Rennvelo 100 km / 1800 Höhenmeter, Neuhaus - Fiesch : Rang 14, Zeit 4:50:58
Beim Velofahren über den Grimselpass, spürte ich, wie gut die Beine wieder mitmachten. Dabei wurde ich auch von Telebärn begleitet, die vom Fahrzeug aus filmten. Auch Radio Emme war dabei: Der Reporter joggte nebeher und interviewte mich. Auf dem Grimsel war es sehr frisch, aber schon unten im Wallis schien die Sonne unablässig. Endlich Mal Sommerwetter! - Mountainbike 44 km / 1600 Höhenmeter, Fiesch - Brig : Rang 12, 4:35:10
Mit dem Bike gings über den Saflischpass, den höchsten Punkt des Gigathlons. Meine Beine drehten weiterhin bestens. Obwohl ich auch einen Platten flicken musste und auch einen kleineren, aber spektakulären Sturz erlitt, war es so schön warm, dass ich problemlos weiter kam. Die technisch anspruchsvolle Abfahrt meisterte ich sehr sicher, ich fuhr wie auf Schienen, so dass ein Team-Fahrer mir zurief: " Läck, bisch Du geil druf!". War ich auch! - Inline 28 km / 100 Höhenmeter, Brig - Turtmann : Rang 12, Zeit 1:28:35
Wenn es etwas zu klagen gab, dann das, dass es fast zu warm war und dass es starken Gegenwind hatte, aber es lief trotzdem gut. Einige Kilometer musste ich alleine laufen - etwas einsam gegen den Wind. Danach fand ich ein gutes, kleines Grüppli, mit dem ich gut nach Turtmann kam. - Laufen 16.5 km / 1000 Höhenmeter, Turtmann - Leukerbad :Rang 7, 2:20:32
Der Berglauf nach Leukerbad war eine besondere Herausforderung, doch meine Beine waren sensationell. Es lief und lief und lief, so dass ich schon um 19:50 im Ziel war! Heute war ein ganz toller Tag. Ich bereue es nicht, dass ich wieder eingestiegen bin. Ich fühle mich happy, voll erholt und freue mich enorm auf Morgen!
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11.07.07 - Der Tag nach dem Aus |
"Ruhetag"Einen Tag nach der Aufgabe bin ich sehr enttäuscht. Wir fassen aber im Team den Beschluss, dass wir ab Donnerstag nochmals einsteigen und die letzten 3 Tage ab Interlaken noch bestreiten werden. So kommen auch alle Betreuer noch zu ihren Einsätzen und können das Gigathlon-Feeling erleben. Heute ist also "Ruhetag" und morgen gehts nochmals los. Wobei "Ruhetag" ist das falsche Wort: mein Vater ist mit Hochdruck daran, den Re-Start vorzubereiten, Kleider zu waschen und die Nahrung bereit zu stellen. Ich gehe am Nachmittag nach Interlaken, wo ich für Telebärn Interviews gebe und komme erst um 18 Uhr zurück. Ich esse bei meinem Vater und helfe ihm beim packen. Es wird schon wieder ziemlich stressig...Dennoch freue ich mich, nochmals über die Berge fahren zu können!
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10.07.07 - Der Dritte Tag |
Energiedefizit ist zu gross
Obwohl ich gestern völlig leer erst um 21.50 Uhr ins Ziel gekommen bin und danach nichts essen konnte, versuche ich es heute nochmals. Das Ziel ist, heute möglichst wenig Substanz zu verlieren und regelmässig zu essen. Wir stehen erst um 5.25 Uhr auf. Ich habe wieder Lust aufs Frühstück, das ist schon Mal ein gutes Zeichen. Um 6 Uhr erfolgt der Start zur Veloetappe von Chur nach Davos. Zur Abwechslung regnets Mal nicht. Ich fahre ganz locker und merke, dass die Beine immer besser werden. Dennoch verspüre ich kaum Lust auf Riegel und muss mich regelrecht zwingen, welche zu essen. Habe auch Mühe, die Augen geöffnet zu halten und kämpfe ein paar Mal gegen den Schlaf. In Davos ist der Schnee in Sichtweite, deshalb wurde die Inlinestrecke Richtung Flüela-Pass auf 5 km gekürzt. Ich nehme mir Zeit beim Wechsel und verpflege mich gut. Ich bin zuversichtlich, dass ich den heutigen Tag über die Runde bringen werde. Die 5 km auf den Inlines gehe ich ganz locker an. In der Wechselzone fühle ich mich aber wieder sehr schlecht. Marcel, mein Betreuer, und ich diskutieren über die Aufgabe. Angesichts der sehr technischen Lauf- und Bikestrecke die noch folgen, macht es kaum Sinn, weiter zu machen in meinem Zustand. Offensichtlich ist mein gestern eingehandeltes Energiedefizit einfach zu gross und natürlich während eines Gigathlons nicht zu kompensieren. Ich habe immer gesagt, dass ich auf meinen Körper hören werde und ich nur weitermache, wenn keine gesundheitsschädigenden Folgen zu befürchten sind. Deshalb entscheiden wir uns schweren Herzens nach dem Inlinen aufzugeben. Ich bin sehr enttäuscht und traurig, denn sportlich war ich dieses Jahr bestens vorbereitet. Wir melden uns ab, fahren zurück nach Davos, wo ich mich ein paar Mal übergeben muss und fahren dann im Wohnmobil zurück nach Langnau.
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