Jan Cermak

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10.07.07 - Der Dritte Tag

 Energiedefizit ist zu gross

Obwohl ich gestern völlig leer erst um 21.50 Uhr ins Ziel gekommen bin und danach nichts essen konnte, versuche ich es heute nochmals. Das Ziel ist, heute möglichst wenig Substanz zu verlieren und regelmässig zu essen. Wir stehen erst um 5.25 Uhr auf. Ich habe wieder Lust aufs Frühstück, das ist schon Mal ein gutes Zeichen. Um 6 Uhr erfolgt der Start zur Veloetappe von Chur nach Davos. Zur Abwechslung regnets Mal nicht. Ich fahre ganz locker und merke, dass die Beine immer besser werden. Dennoch verspüre ich kaum Lust auf Riegel und muss mich regelrecht zwingen, welche zu essen. Habe auch Mühe, die Augen geöffnet zu halten und kämpfe ein paar Mal gegen den Schlaf. In Davos ist der Schnee in Sichtweite, deshalb wurde die Inlinestrecke Richtung Flüela-Pass auf 5 km gekürzt. Ich nehme mir Zeit beim Wechsel und verpflege mich gut. Ich bin zuversichtlich, dass ich den heutigen Tag über die Runde bringen werde. Die 5 km auf den Inlines gehe ich ganz locker an. In der Wechselzone fühle ich mich aber wieder sehr schlecht. Marcel, mein Betreuer, und ich diskutieren über die Aufgabe. Angesichts der sehr technischen Lauf- und Bikestrecke die noch folgen, macht es kaum Sinn, weiter zu machen in meinem Zustand. Offensichtlich ist mein gestern eingehandeltes Energiedefizit einfach zu gross und natürlich während eines Gigathlons nicht zu kompensieren. Ich habe immer gesagt, dass ich auf meinen Körper hören werde und ich nur weitermache, wenn keine gesundheitsschädigenden Folgen zu befürchten sind. Deshalb entscheiden wir uns schweren Herzens nach dem Inlinen aufzugeben. Ich bin sehr enttäuscht und traurig, denn sportlich war ich dieses Jahr bestens vorbereitet. Wir melden uns ab, fahren zurück nach Davos, wo ich mich ein paar Mal übergeben muss und fahren dann im Wohnmobil zurück nach Langnau.